Pressemeldungen: Staatsanwaltschaften

Schwerin

Hakenkreuze auf Gehweg in Schönberg - mögliche Täter ermittelt

(Mo, 06.08.2018) Am 20.06.2018 ereignete sich in Schönberg ein Verkehrsunfall, in dessen Folge ein 9 Jahre alter syrischer Flüchtlingsjunge verstarb. Das Kind war mit seinem Fahrrad ins Schleudern geraten und von einem Traktor erfasst worden. In unmittelbarer Nähe der Unfallstelle wurden am 08. und am 28.07.2018 auf dem dortigen Gehweg mittels Sprühfarbe ein ca. 1 x 1 m großes Hakenkreuz sowie der Schriftzug „1:0“ aufgebracht. Im Rahmen der umfangreichen Ermittlungen im Auftrag der Staatsanwaltschaft Schwerin wegen des Verdachts des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen und der gemeinschädlichen Sachbeschädigung ist es Beamten des Fachkommissariats für Staatsschutzdelikte der Kriminalpolizeiinspektion Schwerin gelungen, zwei Tatverdächtige namhaft zu machen. Den beiden Männern im Alter von 22 und 23 Jahren kamen die Ermittler durch Hinweise aus der Bevölkerung auf die Spur. Eine Durchsuchung der Wohnräume der Beschuldigten führte zwar nicht zum Auffinden der Sprühfarbe, der Tatverdacht besteht aufgrund der weiteren Ermittlungsergebnisse jedoch nach wie vor. Die Staatsanwaltschaft Schwerin geht von einem fremdenfeindlichen Tatmotiv aus.

Vor dem Hintergrund der andauernden Ermittlungen können derzeit keine weiteren Auskünfte erteilt werden.

Die Staatsanwaltschaft weist auf die Unschuldsvermutung hin.

Verantwortlich für den Inhalt: Oberstaatsanwältin Claudia Lange

Schwerin

Staatsanwaltschaft Schwerin erwirkt Haftbefehl nach Mordversuch

(Mo, 16.07.2018) Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Schwerin hat das Amtsgericht Schwerin am 14.07.2018 gegen einen 43 Jahre alten Mann aus Schwerin einen Haftbefehl wegen des Verdachts des versuchten Mordes und der gefährlichen Körperverletzung erlassen.

Der Beschuldigte ist dringend verdächtig, am 13.07.2018 gegen 13:00 Uhr in einem Dorf bei Schwerin einem Bekannten mit einer sogenannten Streitkeule auf den Kopf geschlagen und anschließend mehrfach mit einem Messer auf ihn eingestochen zu haben. Der Geschädigte erlitt lebensgefährliche Verletzungen und musste noch am Tattag notoperiert werden. Er befindet sich mittlerweile außer Lebensgefahr. Die Staatsanwaltschaft geht nach dem bisherigen Ergebnis der Ermittlungen davon aus, dass der Geschädigte, der sich zur Tatzeit alleine in seiner Wohnung aufhielt, durch den Beschuldigten überrascht und unerwartet angegriffen wurde (Heimtücke). Hintergrund der Tat ist nach gegenwärtigen Erkenntnissen ein Beziehungsstreit. Der strafrechtlich nicht vorbelastete Beschuldigte hat sich bisher nicht zur Sache eingelassen.

Die Staatsanwaltschaft weist auf die Unschuldsvermutung hin.

Hinweis:
§ 211 StGB (Mord) – Der Mörder wird mit lebenslanger Freiheitsstrafe bestraft.
Mörder ist, wer … heimtückisch … einen Menschen tötet.
§ 23 Abs. 2 StGB (Strafbarkeit des Versuchs) – Der Versuch kann milder bestraft werden als die vollendete Tat.

Verantwortlich für den Inhalt: Oberstaatsanwältin Claudia Lange

Rostock

Öffentlichkeitsfahndung erfolgreich beendet - Angreifer mit Messer identifiziert

(Do, 12.07.2018) Die in den vergangenen Tagen mit Öffentlichkeitsfahndung gesuchten Beschuldigten, denen vorgeworfen wird, in der Nacht vom 10. auf den 11. Juli 2018 im S-Bahn-Tunnel Rostock Lütten-Klein einen 21-jährigen Mann mit einem Messer und mehreren Schlägen mit einem Fahrradkettenschloss schwer verletzt zu haben, konnten identifiziert werden. Die beiden 28- bzw. 39-jährigen Beschuldigten aus Rostock müssen sich nun dem Vorwurf einer gefährlichen Körperverletzung stellen, die mit Freiheitsstrafe von mindestens sechs Monaten bis zu zehn Jahren geahndet wird.

Die Rostocker Kriminalpolizeiinspektion und die Staatsanwaltschaft Rostock konnten in den vergangenen Jahren bereits mehrfach Erfolge mit der Suche von Tätern über die Medien erzielen. Beide Behörden bedanken sich bei allen Hinweisgebern für die Unterstützung.

Verantwortlich für den Inhalt: Oberstaatsanwalt Harald Nowack

Schwerin

Mutmaßlicher Drogehändlerring zerschlagen

(Do, 07.06.2018) Beamte der Gemeinsamen Ermittlungsgruppe Rauschgift (GER) des Landeskriminalamtes Mecklenburg-Vorpommern und des Zollfahndungsamtes Hamburg haben am Abend des
5. Juni 2018 gegen fünf Tatverdächtige Haftbefehle des Amtsgerichts Schwerin und sieben Durchsuchungsbeschlüsse in Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein und Niedersachsen vollstreckt. Bei diesen Maßnahmen wurden rund fünf Kilogramm MDMA (hochwertiges Amphetamin), 30.000 Ecstasytabletten, zwei Kilogramm Marihuana und ein Kilogramm Opiate sichergestellt. Zwei weitere Personen wurden festgenommen. Gegen sie hat das Amtsgericht Schwerin auf Antrag der Staatsanwaltschaft Schwerin ebenfalls Haftbefehl erlassen.

Die Staatsanwaltschaft Schwerin führt gemeinsam mit den Ermittlern der Polizei und des Zolls das Ermittlungsverfahren gegen sieben Beschuldigte im Alter von 40 bis 57 Jahren aus der Region Schwerin, Parchim, dem Landkreis Harburg, Lübeck und Flensburg wegen des Verdachts des bandenmäßigen Handeltreibens mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge.

Gegen die verhafteten Beschuldigten besteht der dringende Verdacht, dass sich diese seit spätestens November 2017 zusammengeschlossen haben, um zuvor verschaffte Betäubungsmittel (Amphetamin) in erheblichen Größenordnungen im In- und Ausland abzusetzen.

Die Verhaftung von drei Beschuldigten erfolgte auf frischer Tat bei der Übergabe von vier Kilogramm MDMA und 20.000 Ecstasytabletten auf dem Parkplatz eines Großmarktes in Hamburg. Bei den anschließenden Durchsuchungen der Wohnungen der Beschuldigten konnten weitere 10.000 Ecstasytabletten, zwei Kilogramm Marihuana, ein weiteres Kilogramm MDMA und ein Kilogramm Opiate sichergestellt werden. Weiter stellten die Beamten rund 36.000 Euro Bargeld und eine hochwertige Uhr sicher. Die Beschuldigten wurden der Untersuchungshaft zugeführt. Lediglich ein 45-jähriger Beschuldigter wurde haftverschont.

Die sichergestellten Betäubungsmittel haben einen Schwarzmarktwert von etwa 300.000 Euro.

Auf die Unschuldsvermutung wird hingewiesen.

Hinweis:
Das bandenmäßige Handeltreiben mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge wird mit Freiheitsstrafe von 5 bis 15 Jahren bestraft.

Verantwortlich für den Inhalt: Oberstaatsanwalt Stefan Urbanek

  
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