Pressemeldungen: Staatsanwaltschaften

Rostock

Ergebnis der Obduktion des 30-jährigen Verstorbenen

(Di, 14.11.2017) Der am 9. November 2017 in Rostock verstorbene 30-Jährige (vgl. Pressemitteilung der Polizei vom 10.11.2017 - Polizeieinsatz im Rostocker Nordwesten endet mit einer verstorbenen Person) ist nach dem vorläufigen Ergebnis der rechtsmedizinischen Untersuchung an „einem akuten Herztod bei Vorschädigung des Herzens durch abgelaufenen Infarkt und höhergradigen Verengung der Herzkranzschlagadern, begünstigt durch hochgradigen Erregungszustand“ verstorben. Die Mutter des Verstorbenen hatte sich zuvor wegen des Erregungszustandes ihres Sohnes an die Rettungskräfte gewandt.

Es gab keine Anzeichen grober körperlicher Gewalt, die todesursächlich relevant gewesen sein könnten.

Die toxikologische Untersuchung wird noch durchgeführt. Mit einem Ergebnis ist in einigen Wochen zu rechnen.

Verantwortlich für den Inhalt: Oberstaatsanwalt Harald Nowack

Schwerin

Staatsanwaltschaft Schwerin erwirkt Haftbefehl wegen Messerangriffs in Schwerin

(Fr, 10.11.2017) Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Schwerin hat das Amtsgericht Schwerin am 01.11.2017 gegen einen 22 Jahre alten Mann aus Syrien einen Haftbefehl wegen Verdachts des versuchten Totschlags erlassen.

Der Beschuldigte ist dringend verdächtig, am 28.10.2017 gegen 15:15 Uhr in Schwerin-Lankow im Rahmen einer körperlichen Auseinandersetzung einem 23jährigen Landsmann mehrere Messerstiche, u.a. in den Oberkörper, versetzt zu haben, wodurch dieser lebensgefährliche Verletzungen erlitten hat. Der Geschädigte musste noch am Tattag notoperiert werden. Er befindet sich mittlerweile außer Lebensgefahr. Der Tatverdächtige war zunächst flüchtig. Er hat sich diese Woche gestellt und befindet sich nunmehr in Untersuchungshaft.

Die Staatsanwaltschaft weist ausdrücklich auf die Unschuldsvermutung hin.

Hinweis:
§ 212 Abs. 1 StGB (Totschlag) – Wer einen Menschen tötet, ohne Mörder zu sein, wird als Totschläger mit Freiheitsstrafe nicht unter fünf Jahren bestraft.
§ 23 Abs. 2 StGB (Strafbarkeit des Versuchs) – Der Versuch kann milder bestraft werden als die vollendete Tat.

Verantwortlich für den Inhalt: Oberstaatsanwältin Claudia Lange

Schwerin

Fund einer Babyleiche in Wittenburg - Staatsanwaltschaft Schwerin erhebt Anklage

(Fr, 10.11.2017) Die Staatsanwaltschaft Schwerin hat eine 40 Jahre alte Frau aus Wittenburg wegen des Verdachts des Totschlags zur Schwurgerichtskammer des Landgerichts Schwerin angeklagt.

Der Angeschuldigten wird zur Last gelegt, im Januar 2015 ihr neugeborenes Kind unmittelbar nach der Geburt getötet zu haben. Die Babyleiche hatten Spaziergänger am 01.03.2017 in einem Waldstück in der Nähe des Sportplatzes in Wittenburg gefunden.

Umfangreiche staatsanwaltschaftliche und polizeiliche Ermittlungen einer eigens dafür bei der Kriminalpolizeiinspektion Schwerin eingerichteten 6-köpfigen Sonderkommission hatten im Juli 2017 zur Identifizierung und Inhaftierung der Angeschuldigten geführt. Dabei hatte der Kindesvater den entscheidenden Hinweis gegeben. Seine DNA konnte aus einer auf der Babyleiche gesicherten Mischspur aus der DNA der Kindesmutter und des Babys extrahiert werden.
Die Angeschuldigte hat eingeräumt, das Kind alleine zur Welt gebracht zu haben. Zu diesem Zeitpunkt habe das Kind gelebt, es sei jedoch ohne ihr Zutun wenig später verstorben. Sie habe sich nicht von dem Kind trennen wollen und daher den Leichnam in den Gefrierschrank gelegt.
Die rechtsmedizinische Untersuchung der Babyleiche hat ergeben, dass das Mädchen zum Zeitpunkt seiner Geburt gelebt hatte. Die genaue Todesursache konnte nicht festgestellt werden. Aus Sicht der Rechtsmediziner kommen als Todesursache ein Ertrinken, ein Ersticken oder ein Erfrieren in Betracht.

Die Staatsanwaltschaft weist darauf hin, dass für die Angeschuldigte auch nach Anklageerhebung der Grundsatz der Unschuldsvermutung gilt.

Hinweis:
Der Totschlag wird mit Freiheitsstrafe nicht unter fünf Jahren bestraft.

Verantwortlich für den Inhalt: Oberstaatsanwältin Claudia Lange

Schwerin

Staatanwaltschaft Schwerin beantragt Einstellung des sogenannten NS-Verfahrens vor dem Landgericht Neubrandenburg

(Do, 31.08.2017) In dem Strafverfahren gegen den ehemaligen SS-Sanitäter Hubert Z., gegen den die Staatsanwaltschaft Schwerin im Februar 2015 wegen Beihilfe zum Mord in 3681 Fällen Anklage zum Landgericht in Neubrandenburg erhoben und die der Strafsenat des Oberlandesgerichts Rostock auf sofortige Beschwerde der Staatsanwaltschaft Schwerin im November 2015 zur Hauptverhandlung zugelassen hatte, hat sie nunmehr am heutigen Tage beantragt, das Verfahren im Beschlusswege einzustellen.

Der Angeklagte ist nach den psychiatrischen Gutachten aus März 2017 und den hierzu auf Antrag der Staatsanwaltschaft und der Nebenkläger vom Gericht eingeholten ergänzenden Stellungnahmen der Sachverständigen aus Juli 2017 verhandlungsunfähig.

Die Sachverständigen gelangen zu dem Ergebnis, dass die im Oktober 2015 festgestellte dementielle Erkrankung des Angeklagten, dem seinerzeit noch eine eingeschränkte Verhandlungsfähigkeit attestiert werden konnte, zwischenzeitlich einen Grad erreicht hat, dass der Angeklagte nicht mehr in der Lage ist, innerhalb und außerhalb der Hauptverhandlung seine Interessen vernünftig wahrzunehmen und es ihm auch nicht mehr möglich ist, in verständiger und verständlicher Weise Prozesserklärungen entgegenzunehmen oder abzugeben.

Nach eingehender Prüfung der Sachverständigengutachten ist die Staatsanwaltschaft aufgrund der vorgenannten Tatsachen gesetzlich verpflichtet, den Antrag auf Einstellung des Verfahrens nach § 206a StPO zu stellen.

Verantwortlich für den Inhalt: Oberstaatsanwalt Stefan Urbanek

  
Nachrichten

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(Do, 02.03.2017) Auseinandersetzungen unter Jugendlichen an öffentlichen Orten - Staatsanwaltschaft Rostock erhebt Anklage gegen drei Jugendliche wegen gefährliche Körperverletzung in Schule mehr »


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(Di, 19.07.2016) Durchsuchungsmaßnahmen wegen Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz mehr »


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(Do, 30.06.2016) Große Ernte im Landkreis Rostock - Cannabisplantage mit über 1.200 Pflanzen ausgehoben, zwei Festnahmen mehr »


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(Mo, 12.10.2015) Staatsanwaltschaft Rostock erhebt Anklage gegen zwei Angeschuldigte wegen des Brandanschlages auf Ausländerunterkunft am 12.10.2014 in Groß Lüsewitz mehr »


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