Pressemeldungen: Staatsanwaltschaften

Schwerin

Mutmaßlicher Drogehändlerring zerschlagen

(Do, 07.06.2018) Beamte der Gemeinsamen Ermittlungsgruppe Rauschgift (GER) des Landeskriminalamtes Mecklenburg-Vorpommern und des Zollfahndungsamtes Hamburg haben am Abend des
5. Juni 2018 gegen fünf Tatverdächtige Haftbefehle des Amtsgerichts Schwerin und sieben Durchsuchungsbeschlüsse in Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein und Niedersachsen vollstreckt. Bei diesen Maßnahmen wurden rund fünf Kilogramm MDMA (hochwertiges Amphetamin), 30.000 Ecstasytabletten, zwei Kilogramm Marihuana und ein Kilogramm Opiate sichergestellt. Zwei weitere Personen wurden festgenommen. Gegen sie hat das Amtsgericht Schwerin auf Antrag der Staatsanwaltschaft Schwerin ebenfalls Haftbefehl erlassen.

Die Staatsanwaltschaft Schwerin führt gemeinsam mit den Ermittlern der Polizei und des Zolls das Ermittlungsverfahren gegen sieben Beschuldigte im Alter von 40 bis 57 Jahren aus der Region Schwerin, Parchim, dem Landkreis Harburg, Lübeck und Flensburg wegen des Verdachts des bandenmäßigen Handeltreibens mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge.

Gegen die verhafteten Beschuldigten besteht der dringende Verdacht, dass sich diese seit spätestens November 2017 zusammengeschlossen haben, um zuvor verschaffte Betäubungsmittel (Amphetamin) in erheblichen Größenordnungen im In- und Ausland abzusetzen.

Die Verhaftung von drei Beschuldigten erfolgte auf frischer Tat bei der Übergabe von vier Kilogramm MDMA und 20.000 Ecstasytabletten auf dem Parkplatz eines Großmarktes in Hamburg. Bei den anschließenden Durchsuchungen der Wohnungen der Beschuldigten konnten weitere 10.000 Ecstasytabletten, zwei Kilogramm Marihuana, ein weiteres Kilogramm MDMA und ein Kilogramm Opiate sichergestellt werden. Weiter stellten die Beamten rund 36.000 Euro Bargeld und eine hochwertige Uhr sicher. Die Beschuldigten wurden der Untersuchungshaft zugeführt. Lediglich ein 45-jähriger Beschuldigter wurde haftverschont.

Die sichergestellten Betäubungsmittel haben einen Schwarzmarktwert von etwa 300.000 Euro.

Auf die Unschuldsvermutung wird hingewiesen.

Hinweis:
Das bandenmäßige Handeltreiben mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge wird mit Freiheitsstrafe von 5 bis 15 Jahren bestraft.

Verantwortlich für den Inhalt: Oberstaatsanwalt Stefan Urbanek

Rostock

Schusswaffeneinsatz bei Polizeieinsatz

(Mo, 04.06.2018) Am 03.06.2018 um ca. 22:30 Uhr meldete eine Bürgerin aus dem Ortsteil Lichtenhagen eine verdächtige Person, die versuche, Kraftfahrzeuge vor ihrem Wohnhaus zu öffnen. Nach dem derzeitigen Ermittlungsstand stellten die zuständigen Polizeibeamten vor Ort einen 28-jährigen Beschuldigten fest. Dieser soll die Beamten anschließend mit einem ca. 20 cm langen Messer angegriffen und ihnen gedroht haben, sie „abzustechen“.

Trotz der Androhung des Einsatzes der Schusswaffe soll der Beschuldigte den Angriff fortgesetzt haben, so dass deren Anwendung nach dem für die Beamten ersichtlichen Lagebild erforderlich wurde. Nach der Abgabe eines Schusses in den linken Oberschenkel des Beschuldigten konnte der Angriff beendet werden.

Der Beschuldigte wurde operiert. Sein Gesundheitszustand ist stabil. Die Beamten wurden körperlich nicht verletzt.

Die Ermittlungen dauern an.

Verantwortlich für den Inhalt: Oberstaatsanwalt Harald Nowack

Schwerin

Staatsanwaltschaft Schwerin beantragt Haftbefehl wegen Messerübergriffs in Wismar

(Mi, 25.04.2018) Die Staatsanwaltschaft Schwerin hat heute beim Amtsgericht Wismar gegen einen 27 Jahre alten Mann aus Syrien einen Haftbefehl wegen Verdachts der Körperverletzung und der gefährlichen Körperverletzung beantragt.

Der Beschuldigte ist dringend verdächtig, am 24.04.2018 gegen 14:15 Uhr in einem Bus der Linie 4 im Zuge einer zunächst verbal geführten Auseinandersetzung einen ihm bekannten 21jährigen Syrer gegen die Fensterscheibe des Busses gedrückt und ihn mehrfach mit der Faust gegen den Kopf geschlagen zu haben. Nachdem die Kontrahenten durch weitere Fahrgäste getrennt werden konnten, soll der 21jährige den Beschuldigten an einer Haltestelle aus dem Bus geschubst haben. Daraufhin soll der Beschuldigte ein Messer gezogen und auf den 21jährigen eingestochen haben. Der 21jährige erlitt dabei Stichverletzungen im Bereich des Knies. Zudem wurde bei dem Versuch, der Auseinandersetzung auszuweichen, ein 15 Jahre altes Mädchen mit dem Messer im Bereich des Brustkorbes leicht verletzt.
Der Beschuldigte wurde am 24.04.2018 durch Beamte der Polizei in Wismar vorläufig festgenommen. Bei einer Durchsuchung seiner Wohnräume fanden die Beamten überdies ca. 50 Gramm Haschisch.

Der Beschuldigte wird noch heute dem Haftrichter vorgeführt.

Die Staatsanwaltschaft weist auf die Unschuldsvermutung hin.

Verantwortlich für den Inhalt: Oberstaatsanwältin Claudia Lange

Rostock

Ermittlungserfolg der Rostocker Kriminalpolizeiinspektion und der Staatsanwaltschaft Rostock

(Mi, 21.03.2018) Die für die Verfolgung von Internetkriminalität zuständige Abteilung VIII der Staatsanwaltschaft Rostock und die Kriminalpolizeiinspektion Rostock haben nach monatelangen Ermittlungen eine Vielzahl von Durchsuchungsmaßnahmen gegen die mutmaßlichen Erwerber gefälschter Bootsführerscheine und Fischereischeine realisiert. Dem vorausgegangen sind Ermittlungen gegen eine Bande von Dokumentenfälschern, die seit mehreren Jahren diese gefälschten Führerscheine – scheinbar günstig auch über das Internet - an über 100 Personen veräußert haben sollen.

Bootsführerscheine und Fischereischeine werden durch die zuständige Behörde nur dann ausgestellt, wenn zuvor eine entsprechende Befähigungsprüfung erfolgreich absolviert wurde, was in diesen Fällen umgangen worden ist. Ohne diesen Befähigungsnachweis stellen die Nutzer dieser Totalfälschungen eine erhebliche Gefahr für die öffentliche Sicherheit und Ordnung auf dem Wasser dar. Im Fokus der Ermittlungen stehen deshalb auch die Käufer der gefälschten Dokumente.

Die Ermittler der Kriminalpolizeiinspektion Rostock führten in den vergangenen Wochen umfangreiche Hausdurchsuchungen bei vermeintlichen Käufern o.g. Dokumente in Rostock sowie im Umland der Hansestadt durch. Hierbei konnten zahlreiche Beweismittel sichergestellt werden. Weitere Durchsuchungsmaßnahmen bei bereits ermittelten Käufern sind geplant, um die gefälschten Dokumente endgültig aus dem Verkehr ziehen zu können.

Die Erwerber dieser Totalfälschungen dürften an diesen auch keine große Freude haben. Zum einen haben sie für die Fälschung fast den Preis gezahlt, den sie auch für den rechtmäßigen Erwerb hätten aufbringen müssen. Hinzu kommt aber auch, dass die in den vergangenen Jahren zunehmenden Kontrollen auf den Gewässern schnell zur Feststellung einer Vielzahl der - für ein geschultes Auge schnell erkennbaren - Fälschungen geführt hat.

Verantwortlich für den Inhalt: Oberstaatsanwalt Harald Nowack

  
Nachrichten

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